Deshalb sind Regionalwährungen wichtig

Frau Prof. Dr. Margrit Kennedy, eine führende deutsche Ökologin, Kapitalismus-Kritikerin und Freiwirtschaft-Befürworterin, erklärt im Artikel "Wir brauchen Modellprojekte und Aktionen" was Sache ist.
"Man sagt ja immer, für eine (R)Evolution müssen 7 bis 10 Prozent der Bevölkerung wirklich eine Veränderung wollen. In Bezug auf das Thema Geld vermute ich inzwischen, dass es doppelt so viele sein müssten. Die Frage nach dem Expertentum bindet uns hier die Hände. Wenn ich weder meine Waschmaschine noch meinen Computer reparieren kann, wie will ich mir dann anmaßen, unser Finanzwesen zu durchschauen? Niemand traut sich das zu. Dabei geht es nur darum, zu begreifen, dass alle Entwicklungen, die einer Exponentialkurve folgen, im Uferlosen enden und in der Praxis zu einem Zusammenbruch führen.
Inzwischen glaube ich, dass wir nur durch einen totalen Zusammenbruch zu etwas Neuem kommen – oder durch eine Revolution. Aber die Revolution sehe ich nicht, weil die Missstände nicht so einleuchtend begreifbar sind wie es zum Beispiel in der DDR vor der Wende der Fall war. Wenn ein wie auch immer gearteter Zusammenbruch kommt, brauchen wir heute schon Beispiele für neue, positive Lösungen, und deshalb sind Regionalwährungen wichtig. Nicht, weil sie im Moment die große Lösung bieten. Aber sie zeigen, dass Menschen anders wirtschaften und selbständig Geld schaffen können."
...
und weiter:
"Die Problematik von PeakOil scheint mir inzwischen überall angekommen zu sein. Wenn wir nicht mehr diese günstigen Transportkosten hätten, würden wir uns ganz schnell auf regionales Wirtschaften umstellen müssen. Das wird auch so kommen. Wir wissen nicht, was zuerst kommt, ob zuerst Ressourcen zur Neige gehen oder das Finanzsystem zusammenbricht.
Ich habe davor keine Angst, denn ich habe ja fünfundzwanzig Jahre Erfahrung im Lebensgarten. So viele Menschen kommen jedes Jahr zu uns und sagen: So möchte ich eigentlich gerne leben. Eine Zukunft, in der die Regionen wieder zählen, sehe ich sehr positiv."

Na also, von da her hatte ich das auch in meinem Kopp, wie gesagt: Wir haben immer Recht, und wenn wir auch mal nicht Recht haben, tritt automatisch die Regel Nr. 1 in Kraft: "Der Chef hat immer Recht" :-)
Dänel - 2011.06.01, 12:10
Mit dem Denken anfangen
Mit dem Denken kann anfangen, wer den gesamten Inhalt von www.deweles.de gelesen und verstanden hat. Alles andere enthält Vorurteile und Denkfehler.
Es geht weniger um Makroökonomie; die besteht nur aus "banalsten Selbstverständlichkeiten" (Zitat: Silvio Gesell). Das Problem ist die Religion; eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, die es nicht einmal Albert Einstein erlaubte, die "banalsten Selbstverständlichkeiten" zu verstehen: http://www.deweles.de/files/lebendigkeit.pdf